Nach einer langen Fahrt durch die Steppe und zwei Übernachtungen irgendwo in den Büschen sind wir gestern in Astrachan angekommen. Die Stadt liegt an der Mündung der Wolga ins Kaspische Meer. Ohne dass wir es bemerkten, haben auf dem Weg hierher scheinbar die Grenze zu Asien überquert. Geografisch ist zwar erst das Kaspische Meer und der Ural die Grenze zwischen Europa und Asien, aber irgendwo zwischen zwei Tanksstops sahen die Leute auf einmal sehr asiatisch aus. Über den Weg hierher bibt es eigentlich nichts zu berichten, außer von den zwei wilden Lagerplätzen mit tausenden Mücken; von relativ guten, fast immer nur geradeauslaufenden Straßen und nervendem Wind von vorne...
In Astrachan angekommen, schauen wir uns nach einer Unterkunft um, eine Dusche wäre mal wieder sehr willkommen. Da spricht uns Viktor an, ob er uns helfen könne. Wir fragen nach einer Gastijniza, Komnata, Place for Palatki. Es war mal wieder sehr schwer, sich sich zu verständigen. Letzlich führte er uns zu einem Hotel. Ein Zimmer soll pro Nacht 3000 Rubel kosten. Wir entscheiden, dass es zu teuer für uns ist. Viktor telefoniert wieder, sein Kumpel Kostja kommt. Beide sind natürlich!!! begeisterte Biker. Kostja fragt: "do you need comfort". Wir: "no, only a shower and a place to sleep". Und er macht den Vorschlag, dass wir in seiner Wohnung schlafen und die Moppeds in seine Garage stellen können. Wow! Er überlässt uns seine Wohnung. Nach der Arbeit, so gegen 20:00 kommt er uns in seiner Wohnung besuchen und wir trinken zusammen noch nett einiges Bier. Anschließend verabschiedet er sich von uns, um bei seiner Freundin zu übernachten. Da haben wir doch jetzt seine komplette Wohnung für uns allein. Das ist sehr vertrauensvoll und großzügig von ihm, vielen Dank!
Diese Nacht hat es sehr geregnet und ich hoffe, dass die Piste in Kasachstan nicht soviel abbekommen hat, damit wir nicht im Schlamm versinken. Heute machen wir einen Ruhetag: Kette spannen und Kleinigkeiten am Mopped machen, sowie die Stadt anschauen. Morgen geht es dann auch schon nach Kasachstan ... und dort wird wohl die gute Straße erst mal enden.
Schöne Grüße und bis Bald, Euer Matze
Dienstag, 20. Mai 2008
Grüße aus Russland
Es sind jetzt schon ein paar Tage und einige Kilometer her, dass ich mich das letzte mal meldete. Ich bin jetzt in Soci, Russlands größtem Badeort am Schwarzen Meer.
Als ich in Odessa ankam, hab ich erst mal etwas zu Essen eingekauft und mir dann mal wieder einen Platz zum Campen am Meer gesucht, kurz hinter Odessa. Hier wollte ich auf Stefan warten, der den nächsten Tag hierher kommen wollte. Ich hatte noch nicht mal mein Zelt aufgebaut, da wurde ich schon von 3 Ukrainern zum Ploff (typisch russisches Reisgericht/-pfanne) eingeladen. Da hätte ich gar nicht einkaufen müssen ;-) Es wurde ein recht lustiger Abend und ruckzuck war die erste Flasche Wodka leer. (Ich habe keinen getrunken, kam irgendwie davon, auch wenn's nicht immer eichfach ist). Die beiden Männer fuhren mit dem Auto los, um eine neue Flasche zu holen. Nebenbei sei gesagt, dass in der Ukraine 0,0 Prommillegrenze herrscht und trotzdem fahren alle betrunken. Stefan schrieb mir den abend noch, dass bei Ihm alles Sch.. gelaufen ist und er wohl morgen da sein würde. Langsam packten die drei zusammen, denn sie waren auch schon ziemlich fertig und fuhren dann, hoffenlich sicher, nach hause. Die anderen Leute am Strand, brachen auch langsam alle auf und ich kroch in meinen Schlafsack am Meer und schlief beim Wellenrauschen ein.
Irgendwann in der Nacht wurde ich wach und schaute auf mein Handy. Zwei SmS von Stefan... 1. Ich bin an dem Tor wo bist du 2. Kann dich nicht finden, schlafe am Hafen bei den Kränen. Ohoh... Da ist er doch wirklich in noch in der Nacht bis Odessa gefahren, das ist ein sehl langes Stück. Morgens hab ich mich aufgemacht, Stefan zu suchen und fand ihn gerade gerade am Zusammenpacken. Zusammen fuhren wir erstmal zu meinem Zeltplatz um zur Ruhe zu kommen. Beim Kaffee erzählte er mir, was ihm auf der Anreise passiert und wiederfahren ist: In Moldawien ist er aus Versehen durch Transnistrien gefahren. Das ist eine autonome Enklave, die nicht unter Kontrolle der Moldawischen Regierung steht. Und dort wurde er mächtig schikaniert und abgezockt. Als er endlich Transnistrien verließ, war es schon dunkel und er entschloss sich, nach nach Odessa durchzufahren. Er war mächtig bedient und um einige Dollar ärmer.
Nun beginnen Stefan und ich unsere gemeinsame Reise nach Asien:
Das nächste Ziel ist Feldflugplatz auf der Krim, wo wir unsere Zelte aufschlugen. Morgens ging es dann weiter ans Meer nach Sudak, wo wollten wir einen Ruhetag einlegen wollte. Tja, leider wurde für mich nichts aus Ruhe... Bei einem Kontrollblick um mein Mopped, stellte ich fest, dass mein hinterer Koffer am Boden gerissen war. Die Reifen, die ich oben transportiere, waren wohl doch zu schwer und der Träger, den ich anbrachte, nicht lang genug. Also habe ich den Träger komplett abgebaut, verlängern lassen und noch ein Blech zur Verstärkung untergeschraubt. Das war ein ganzer Tag Arbeit, hoffentlich hält es jetzt.
Weiter ging es dann nach Russland. Der Grenzübertritt in Kerch ging erstaunlich einfach. Die Beamten bemühten sich sehr, sogar auf deutsch, uns beim Ausfüllen der Formulare zu helfen. Eine tolle Erfahrung. Nach einer Nacht in einem billigen Hotel, sind wir jetzt am Fuße des Kaukasus' und fügen einen Ruhetag ein. Morgen geht es weiter nach Astrachan am Kaspischen Meer.
Schöne Grüße und bis Bald,
Euer Matze
Als ich in Odessa ankam, hab ich erst mal etwas zu Essen eingekauft und mir dann mal wieder einen Platz zum Campen am Meer gesucht, kurz hinter Odessa. Hier wollte ich auf Stefan warten, der den nächsten Tag hierher kommen wollte. Ich hatte noch nicht mal mein Zelt aufgebaut, da wurde ich schon von 3 Ukrainern zum Ploff (typisch russisches Reisgericht/-pfanne) eingeladen. Da hätte ich gar nicht einkaufen müssen ;-) Es wurde ein recht lustiger Abend und ruckzuck war die erste Flasche Wodka leer. (Ich habe keinen getrunken, kam irgendwie davon, auch wenn's nicht immer eichfach ist). Die beiden Männer fuhren mit dem Auto los, um eine neue Flasche zu holen. Nebenbei sei gesagt, dass in der Ukraine 0,0 Prommillegrenze herrscht und trotzdem fahren alle betrunken. Stefan schrieb mir den abend noch, dass bei Ihm alles Sch.. gelaufen ist und er wohl morgen da sein würde. Langsam packten die drei zusammen, denn sie waren auch schon ziemlich fertig und fuhren dann, hoffenlich sicher, nach hause. Die anderen Leute am Strand, brachen auch langsam alle auf und ich kroch in meinen Schlafsack am Meer und schlief beim Wellenrauschen ein.
Irgendwann in der Nacht wurde ich wach und schaute auf mein Handy. Zwei SmS von Stefan... 1. Ich bin an dem Tor wo bist du 2. Kann dich nicht finden, schlafe am Hafen bei den Kränen. Ohoh... Da ist er doch wirklich in noch in der Nacht bis Odessa gefahren, das ist ein sehl langes Stück. Morgens hab ich mich aufgemacht, Stefan zu suchen und fand ihn gerade gerade am Zusammenpacken. Zusammen fuhren wir erstmal zu meinem Zeltplatz um zur Ruhe zu kommen. Beim Kaffee erzählte er mir, was ihm auf der Anreise passiert und wiederfahren ist: In Moldawien ist er aus Versehen durch Transnistrien gefahren. Das ist eine autonome Enklave, die nicht unter Kontrolle der Moldawischen Regierung steht. Und dort wurde er mächtig schikaniert und abgezockt. Als er endlich Transnistrien verließ, war es schon dunkel und er entschloss sich, nach nach Odessa durchzufahren. Er war mächtig bedient und um einige Dollar ärmer.
Nun beginnen Stefan und ich unsere gemeinsame Reise nach Asien:
Das nächste Ziel ist Feldflugplatz auf der Krim, wo wir unsere Zelte aufschlugen. Morgens ging es dann weiter ans Meer nach Sudak, wo wollten wir einen Ruhetag einlegen wollte. Tja, leider wurde für mich nichts aus Ruhe... Bei einem Kontrollblick um mein Mopped, stellte ich fest, dass mein hinterer Koffer am Boden gerissen war. Die Reifen, die ich oben transportiere, waren wohl doch zu schwer und der Träger, den ich anbrachte, nicht lang genug. Also habe ich den Träger komplett abgebaut, verlängern lassen und noch ein Blech zur Verstärkung untergeschraubt. Das war ein ganzer Tag Arbeit, hoffentlich hält es jetzt.
Weiter ging es dann nach Russland. Der Grenzübertritt in Kerch ging erstaunlich einfach. Die Beamten bemühten sich sehr, sogar auf deutsch, uns beim Ausfüllen der Formulare zu helfen. Eine tolle Erfahrung. Nach einer Nacht in einem billigen Hotel, sind wir jetzt am Fuße des Kaukasus' und fügen einen Ruhetag ein. Morgen geht es weiter nach Astrachan am Kaspischen Meer.
Schöne Grüße und bis Bald,
Euer Matze
Samstag, 10. Mai 2008
Fotos: 03.-10. Mai 2008
3. Mai 2008: Und ich bin dann mal kurz weg....
Heute ist es schon eine Woche her, als ich Deutschland verließ, um mir die Welt anzuschauen. Ich bin jetzt in Odessa am Schwarzen Meer und etwa 2500 km von zu Hause weg.
Endlich war es soweit und es ging am 3. Mai mit Steffen nach Prag, unserem ersten Ziel. Wir sind auf einen schönen Campingplatz in Stadtnähe gelandet. Und was wäre Prag ohne ein kühles gebrautes tschechische Bier?! Also machten wir uns abends mit der Straßenbahn auf den Weg in die City und haben unser verdientes Bierchen genossen.
Der nächste Tag fing damit an, dass Steffen prüfend um sein Mopped schlich... Hmmm „Matze, guck dir das mal an!“ Tja, der Rahmen unter dem Motor ist komplett durchgerissen. Was nun?… Der nette Typ von der Camping-Rezeption konnte glücklicherweise ein Schweißgerät besorgen und Metall gab es im Bauhaus, das zum Glück auch sonntags geöffnet ist. Also was für ein Zufall, dass ich auch noch Metallbauer bin ;-) Also besorgte ich Elektroden und ein Stück Metall zum verstärken und habe ihm sein Mopped "zusammengeschweißt". Es ist nicht schön, aber hoffentlich hält es.
An dem selben Tag sind wir weiter bis in die Slowakei gefahren, wo wir uns einen ruhigen Platz am an einem Fluss suchte und meinen Grilliput mit fetten Steaks und Zucchini einweihten, hmmm lecker... Die Nacht drauf campten wir wild auf einem verlassenen Campingplatz in der Slowakei, aber schon in der Nähe der Ukrainischen Grenze.
Am 6. Mai es geht in die Ukraine und wir verlassen das erste mal die EU. Aber nur für ein kurzes Stück, um nach Rumänien zu gelangen. Wir machten dort eine "nette" Bekanntschaft mit korrupten Beamten:
Und da stehen sie mal wieder: die Wegelagerer in Uniform. "Passaport! Dokumenti!" Die Papiere werden erst mal einkassiert, dann sollen wir unsere Koffer öffnen. "No Drugs?" Nun war Steffen dran: "Tui Pivo?" und der Beamte kriecht bis auf einen Zentimeter an Steffen heran. Es sah aus, als würde er ihn küssen. Steffen antwortet: "No drinking alcohol".
Dann will der Typ noch irgendetwas von uns sehen . Ich stelle mich dumm. Er hält ein fahrendes Auto an und der Fahrer soll uns seinen Feuerlöscher zeigen. Ahhhh, das ist es, was er sehen will. Naja, wir haben gar keinen Feuerlöscher... Ich "verkaufe" ihm unsere roten Brennstoffflaschen, die wir außen an den Koffern befestigt haben, als Feuerlöscher. Ok, alles gut, puhhh. Aber Steffens "Feuerlцscher" ist nicht voll genug. "Problem!" Und außerdem ist Steffens Nummernschild gerissen: "Tosche Problem!". Er gibt mir meine Papiere wieder, zeigt auf mich: "No Problem!" und lässt mich wissen, dass ich fahren solle. Der Beamte deutet auf Steffen und sagt: "Dwa Problema!", also hat Steffen wohl zwei Probleme auf einmal und er soll zum Auto mitgehen.
Das Spielchen geht eine ganze Weile und der Polizist wird ganz schön laut. Dann holt er mich erneut zum Auto und deutet an, dass er Geld will. Ich zucke mit den Schultern und versuche ihm weis zu machen, dass ich "nix verstehen". Irgendwann gibt er mir tobend Steffens Papiere zurück und wir beide räumen ganz schnell das Feld...
Der Typ war ganz schön hartnäckig, aber mit viel Geduld und "nix verstehen" kommt man meistenst weiter, ohne zahlen zu müssen: "NET BAKSCHISCH"
Wir stellten hier fest, dass es in diese Richtung keinen Grenzübergang nach Rumänien gibt. Super! Also sind wir im strömenden Regen immer an der Ukrainisch-Rumänischen Grenze zurückgefahren, bis wir endlich in der Nähe von Satu Mare rübergekommen sind, wo wir uns ein Hotel nehmen, da eine Dusche dringendst nötig ist. Es war geplant, dass Steffen bis Odessa fährt, um wieder nach Deutschland zurückzukehren, da er nur zwei Wochen Urlaub hat. Jedoch tritt von hier aus schon den Rückzug an, denn es hat keinen Sinn in der knappen Zeit nach Odessa zu fahren, zumal die Probleme an seinem Mopped nicht weniger werden und man auf den rumanisch- ukrainischen Straßen langsam vorwärts kommt.
Ich nahm Abschied von Steffen und machte mich auf den Weg in die Karpaten. Rumänien ist immer noch eines der schönsten und freundlichsten Länder, die ich bisher kennengelernt habe. Ich bin mittlerweile schon zum dritten Mal hier.
Ich campte die erste Nacht allein auf einem neuen Campingplatz ohne Dusche, später noch mal wild bei Sturm und strömendem Regen.
Moldawien erreichte ich gestern und habe Costja, einen Bekannten von meinen bisherigen Reisen, besucht. Weiter ging es dann in Richtung Odessa.
Heute werde ich noch ein Stück am Schwarzen Meer fahren, um zur Krim zu gelangen und mir später einen schönen Platz zum Campen suchen und auf Stefan warten....
Bis Bald!
Schöne Grüße,
Euer Matze
Endlich war es soweit und es ging am 3. Mai mit Steffen nach Prag, unserem ersten Ziel. Wir sind auf einen schönen Campingplatz in Stadtnähe gelandet. Und was wäre Prag ohne ein kühles gebrautes tschechische Bier?! Also machten wir uns abends mit der Straßenbahn auf den Weg in die City und haben unser verdientes Bierchen genossen.
Der nächste Tag fing damit an, dass Steffen prüfend um sein Mopped schlich... Hmmm „Matze, guck dir das mal an!“ Tja, der Rahmen unter dem Motor ist komplett durchgerissen. Was nun?… Der nette Typ von der Camping-Rezeption konnte glücklicherweise ein Schweißgerät besorgen und Metall gab es im Bauhaus, das zum Glück auch sonntags geöffnet ist. Also was für ein Zufall, dass ich auch noch Metallbauer bin ;-) Also besorgte ich Elektroden und ein Stück Metall zum verstärken und habe ihm sein Mopped "zusammengeschweißt". Es ist nicht schön, aber hoffentlich hält es.
An dem selben Tag sind wir weiter bis in die Slowakei gefahren, wo wir uns einen ruhigen Platz am an einem Fluss suchte und meinen Grilliput mit fetten Steaks und Zucchini einweihten, hmmm lecker... Die Nacht drauf campten wir wild auf einem verlassenen Campingplatz in der Slowakei, aber schon in der Nähe der Ukrainischen Grenze.
Am 6. Mai es geht in die Ukraine und wir verlassen das erste mal die EU. Aber nur für ein kurzes Stück, um nach Rumänien zu gelangen. Wir machten dort eine "nette" Bekanntschaft mit korrupten Beamten:
Und da stehen sie mal wieder: die Wegelagerer in Uniform. "Passaport! Dokumenti!" Die Papiere werden erst mal einkassiert, dann sollen wir unsere Koffer öffnen. "No Drugs?" Nun war Steffen dran: "Tui Pivo?" und der Beamte kriecht bis auf einen Zentimeter an Steffen heran. Es sah aus, als würde er ihn küssen. Steffen antwortet: "No drinking alcohol".
Dann will der Typ noch irgendetwas von uns sehen . Ich stelle mich dumm. Er hält ein fahrendes Auto an und der Fahrer soll uns seinen Feuerlöscher zeigen. Ahhhh, das ist es, was er sehen will. Naja, wir haben gar keinen Feuerlöscher... Ich "verkaufe" ihm unsere roten Brennstoffflaschen, die wir außen an den Koffern befestigt haben, als Feuerlöscher. Ok, alles gut, puhhh. Aber Steffens "Feuerlцscher" ist nicht voll genug. "Problem!" Und außerdem ist Steffens Nummernschild gerissen: "Tosche Problem!". Er gibt mir meine Papiere wieder, zeigt auf mich: "No Problem!" und lässt mich wissen, dass ich fahren solle. Der Beamte deutet auf Steffen und sagt: "Dwa Problema!", also hat Steffen wohl zwei Probleme auf einmal und er soll zum Auto mitgehen.
Das Spielchen geht eine ganze Weile und der Polizist wird ganz schön laut. Dann holt er mich erneut zum Auto und deutet an, dass er Geld will. Ich zucke mit den Schultern und versuche ihm weis zu machen, dass ich "nix verstehen". Irgendwann gibt er mir tobend Steffens Papiere zurück und wir beide räumen ganz schnell das Feld...
Der Typ war ganz schön hartnäckig, aber mit viel Geduld und "nix verstehen" kommt man meistenst weiter, ohne zahlen zu müssen: "NET BAKSCHISCH"
Wir stellten hier fest, dass es in diese Richtung keinen Grenzübergang nach Rumänien gibt. Super! Also sind wir im strömenden Regen immer an der Ukrainisch-Rumänischen Grenze zurückgefahren, bis wir endlich in der Nähe von Satu Mare rübergekommen sind, wo wir uns ein Hotel nehmen, da eine Dusche dringendst nötig ist. Es war geplant, dass Steffen bis Odessa fährt, um wieder nach Deutschland zurückzukehren, da er nur zwei Wochen Urlaub hat. Jedoch tritt von hier aus schon den Rückzug an, denn es hat keinen Sinn in der knappen Zeit nach Odessa zu fahren, zumal die Probleme an seinem Mopped nicht weniger werden und man auf den rumanisch- ukrainischen Straßen langsam vorwärts kommt.
Ich nahm Abschied von Steffen und machte mich auf den Weg in die Karpaten. Rumänien ist immer noch eines der schönsten und freundlichsten Länder, die ich bisher kennengelernt habe. Ich bin mittlerweile schon zum dritten Mal hier.
Ich campte die erste Nacht allein auf einem neuen Campingplatz ohne Dusche, später noch mal wild bei Sturm und strömendem Regen.
Moldawien erreichte ich gestern und habe Costja, einen Bekannten von meinen bisherigen Reisen, besucht. Weiter ging es dann in Richtung Odessa.
Heute werde ich noch ein Stück am Schwarzen Meer fahren, um zur Krim zu gelangen und mir später einen schönen Platz zum Campen suchen und auf Stefan warten....
Bis Bald!
Schöne Grüße,
Euer Matze
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